top of page
ricky-kharawala-GQauWf1LQiw-unsplash.jpg

Wann lohnt sich die Auslagerung der Produktion an einen Lohnhersteller?

  • marketing08279
  • 26. Jan.
  • 3 Min. Lesezeit

Die Entscheidung, die eigene Produktion an einen externen Lohnhersteller auszulagern, zählt zu den strategisch wichtigsten Weichenstellungen für Unternehmen im Bereich Naturheilmittel, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlicher Produkte. Sie beeinflusst nicht nur Kostenstrukturen und Skalierbarkeit, sondern auch Qualität, Markteintrittsgeschwindigkeit und regulatorische Sicherheit.

Dieser Beitrag ordnet ein, wann die Auslagerung sinnvoll ist, welche Faktoren dabei berücksichtigt werden sollten und welche Risiken mit einer falschen Entscheidung verbunden sind.


Gestresste Frau am Laptop

Kurzdefinition: Was bedeutet Lohnherstellung?

Unter Lohnherstellung versteht man die Auslagerung einzelner oder sämtlicher Produktionsschritte an einen spezialisierten Hersteller. Dieser produziert die Produkte im Auftrag des Markeninhabers – häufig inklusive Abfüllung, Verpackung und teilweise auch Dokumentation – während Markenführung, Vertrieb und Vermarktung beim Auftraggeber verbleiben.

Inhaltsverzeichnis:


Typische Auslöser für die Auslagerung der Produktion

In der Praxis gibt es wiederkehrende Situationen, in denen Unternehmen die Zusammenarbeit mit einem Lohnhersteller in Betracht ziehen:

1. Markteintritt mit begrenzten Ressourcen

Gerade Start-ups verfügen oft weder über Produktionsanlagen noch über das regulatorische Know-how, um Produkte selbst herzustellen. Ein Lohnhersteller ermöglicht einen schnellen und risikoarmen Markteintritt, ohne hohe Anfangsinvestitionen.

2. Steigende Nachfrage

Wachsende Absatzmengen führen häufig an die Grenzen bestehender Produktionskapazitäten. Die Auslagerung schafft kurzfristig Entlastung und langfristig Planungssicherheit.

3. Zunehmende regulatorische Anforderungen

Mit steigender Regulierung – insbesondere bei Arzneitees oder apothekenpflichtigen Produkten – wächst der organisatorische und dokumentarische Aufwand. Lohnhersteller verfügen in der Regel über etablierte Qualitäts- und Freigabeprozesse.

4. Fokus auf Kernkompetenzen

Viele Unternehmen entscheiden sich bewusst dafür, Entwicklung, Marketing und Vertrieb in den Fokus zu rücken, während Produktion und Qualitätssicherung ausgelagert werden.


Die Vorteile der Lohnherstellung im Überblick

Skalierungsaspekte: Wachstum ohne strukturelle Engpässe

Ein zentraler Vorteil der Lohnherstellung liegt in der Skalierbarkeit.

  • Produktionsmengen lassen sich flexibel anpassen

  • Neue Produkte können schneller umgesetzt werden

  • Investitionen in Maschinen, Personal und Infrastruktur entfallen

  • Kapazitätsspitzen lassen sich ohne langfristige Fixkosten abfedern

Insbesondere für mittelständische Unternehmen bedeutet dies: Wachstum ist möglich, ohne dass interne Strukturen permanent neu aufgebaut werden müssen.


Qualitäts- und Kostenfaktoren

Ein professioneller Lohnhersteller arbeitet nach definierten Qualitätsstandards (z. B. GMP, IFS Food) und verfügt über eingespielte Prozesse zur Rohwarenprüfung, Inprozesskontrolle und Dokumentation. Dies erhöht die Produktsicherheit und reduziert Haftungsrisiken.


Kostenvorteil: Fixkosten versus variable Kosten

Die Auslagerung wandelt hohe Fixkosten (Maschinen, Wartung, Personal) in variable, planbare Kosten um. Zwar liegen die Stückkosten bei kleinen Mengen häufig höher als bei Eigenproduktion, dafür entfallen:

  • Investitionskosten

  • Anlaufverluste

  • Schulungs- und Zertifizierungsaufwand

Langfristig ist daher nicht allein der Stückpreis entscheidend, sondern die Gesamtwirtschaftlichkeit.



Risiken bei falscher Entscheidung

Trotz der Vorteile ist Lohnherstellung kein Selbstläufer. Risiken entstehen vor allem dann, wenn die Entscheidung unzureichend vorbereitet wird.

Nicht jeder Lohnhersteller passt zu jedem Geschäftsmodell. Unterschiede in Mindestmengen, Flexibilität oder regulatorischer Ausrichtung können später zu strategischen Einschränkungen führen.

Produktionsauslagerung bedeutet nicht Verantwortungsabgabe. Steuerung, Freigaben und Abstimmungen bleiben auf Kundenseite essenziell.



Fazit: Wann lohnt sich die Auslagerung?

Die Auslagerung der Produktion an einen Lohnhersteller lohnt sich insbesondere dann, wenn:

  • Wachstum geplant oder bereits im Gang ist

  • regulatorische Anforderungen steigen

  • interne Ressourcen begrenzt sind

  • Qualität und Skalierbarkeit Priorität haben


Entscheidend ist eine strategische Partnerschaft auf Augenhöhe, bei der Prozesse, Erwartungen und Verantwortlichkeiten klar definiert sind.

Richtig umgesetzt wird Lohnherstellung nicht zum Kostenfaktor, sondern zum Wachstumsbeschleuniger.



Interesse an einer professionellen Lohnherstellung?

Als erfahrener Lohnhersteller im Bereich Naturheilmittel, Tees, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlicher Produkte begleiten wir Unternehmen von der ersten Idee bis zur marktfähigen Umsetzung. Ob Markteintritt, Skalierung oder strategische Neuausrichtung – wir unterstützen Sie mit fundierter Produktionskompetenz, etablierten Qualitätsstandards und einem klaren Verständnis für regulatorische Anforderungen.

Jetzt Kontakt aufnehmen und unverbindlich austauschen.



bottom of page